<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><atom:link href="https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/feedmotions" rel="self" type="application/rss+xml" />
            <title>Herbst-Bundesausschuss 2026: Anträge</title>
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                <title>Herbst-Bundesausschuss 2026: Anträge</title>
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                        <title>A2: 8.3 NEU! GAP nach 2027: Zukunft für Landwirtschaft und Ländliche Räume</title>
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                        <author>HBA (dort beschlossen am: 18.10.2026)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Gesetzgebungsverfahren zur nächsten Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf EU-Ebene wird voraussichtlich bis Mitte 2027 andauern. Unabhängig davon hat in Deutschland bereits die Debatte darüber begonnen, wie die Vorschläge der Europäischen Kommission für die Ausgestaltung der GAP ab 2028 national umgesetzt werden sollen. Daher ist es uns als KLJB wichtig, unsere Positionen in die aktuelle Diskussion einzubringen und bereits formulierte Forderungen zu bekräftigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die GAP nach 2027 braucht eine verlässliche und ausreichende finanzielle Grundlage, um die Herausforderungen der Landwirtschaft und der Ländlichen Räume zu bewältigen. Die geplanten Kürzungen des GAP-Budgets und die Zusammenführung bisher eigenständiger Förderbereiche in einem übergreifenden Finanzierungsrahmen bergen die Gefahr, dass zentrale Ziele der GAP an Priorität verlieren und Förderbereiche um begrenzte Mittel konkurrieren. Die Umsetzung europäischer Ziele darf nicht allein von nationalen Prioritäten und finanziellen Spielräumen abhängen. Daher braucht es ein eigenständiges GAP-Budget sowie verbindliche europäische Mindestbudgets für zentrale Förderbereiche statt einer Politik der Renationalisierung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB fordern wir die Verhandler*innen der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und des Rates der Europäischen Union sowie die Bundesregierung und die Landesregierungen auf, die Gemeinsame Agrarpolitik nach 2027 sowie die Ausgestaltung der Nationalen und Regionalen Partnerschaftspläne (NRPP) konsequent an den Zukunftsperspektiven junger Menschen, einer vielfältigen und zukunftsfähigen Landwirtschaft sowie lebendigen Ländlichen Räumen auszurichten. Eine zukunftsfähige Landwirtschaft kann nur im Zusammenspiel mit der Entwicklung Ländlicher Räume gedacht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Landwirtschaft zukunftsfähig gestalten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die aktuellen Herausforderungen für die Landwirtschaft machen deutlich, dass es für eine zukunftsfähige Entwicklung grundlegender Veränderungen bedarf. Als Jugendverband sehen wir darin die Chance, die Rahmenbedingungen der Landwirtschaft von morgen aktiv mitzugestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Verteilung der GAP-Mittel muss sich stärker an den gesellschaftlichen Leistungen und den Zukunftsperspektiven landwirtschaftlicher Betriebe orientieren. Eine überwiegend flächenbezogene Förderung begünstigt aufgrund der ungleichen Flächenverteilung insbesondere große Betriebe und verstärkt bestehende strukturelle Ungleichheiten. Dadurch werden kleinere und mittlere Betriebe sowie ihre Entwicklungsmöglichkeiten benachteiligt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit Blick auf die Ernährungssouveränität Europas müssen landwirtschaftliche Betriebe verlässliche wirtschaftliche Perspektiven erhalten und in ihrer Vielfalt gestärkt werden. Die Förderung muss deshalb so ausgestaltet sein, dass sie weder allein an der bewirtschafteten Fläche noch ausschließlich am Erwerbsstatus ausgerichtet ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Generationenwechsel und Geschlechtergerechtigkeit</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Generationenwechsel ist angesichts der zunehmenden Überalterung in der<br>
Landwirtschaft und vieler ungeklärter Hofnachfolgen eine zentrale Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe in der Europäischen Union und in Deutschland.<a href="https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/gap-nach-2027-zukunft-fur-landwirtschaft-und-landliche-raume-36275#_ftn1">[1]</a> Eine stärkere Berücksichtigung von Geschlechtergerechtigkeit ist dabei unerlässlich, denn Frauen sowie trans* und genderqueere Menschen sind als Betriebsleiter*innen bislang deutlich unterrepräsentiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB fordern wir deshalb:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mindestens 6% der GAP-Mittel<a href="#_ftn1">[2]</a> für den Generationenwechsel und die gezielte,<br>
langfristige und bürokratiearme Förderung von Junglandwirt*innen und<br>
Existenzgründer*innen.<a href="https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/gap-nach-2027-zukunft-fur-landwirtschaft-und-landliche-raume-36275#_ftn2">[3]</a></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Insbesondere kleine und mittlere familiengeführte sowie vielfältig strukturierte landwirtschaftliche Betriebe angemessen zu stärken.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die gezielte und breite Förderung von Chancengleichheit in der Landwirtschaft und den Abbau struktureller Benachteiligungen. Dazu müssen insbesondere ein gleichberechtigter und diskriminierungsfreier Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten, landwirtschaftlichen Flächen, Hofnachfolge und Förderprogrammen sichergestellt und bestehende Zugangshürden abgebaut werden, um insbesondere Frauen, trans* und genderqueeren Menschen gleiche Chancen auf die Gründung, Übernahme und Führung landwirtschaftlicher Betriebe zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir die bereits bestehende Berücksichtigung von Betriebsleiterinnen im Vorschlag der Europäischen Kommission.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB stehen wir für den Grundsatz „Öffentliche Gelder für öffentliche<br>
Leistungen“. Landwirtschaftliche Betriebe, die zum Schutz von Klima,<br>
Biodiversität, Boden, Wasser und Tieren beitragen, erbringen Leistungen für die<br>
gesamte Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB fordern wir deshalb:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>ein verbindliches und eigenständiges Mindestbudget für Agrarumwelt-, Klima-, Biodiversitäts- und Tierschutzmaßnahmen, welches das Mindestbudget der GAP-Förderperiode bis 2027 nicht unterschreiten darf.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>EU-weit einheitliche, ambitionierte und überprüfbare Mindeststandards für die zuvor genannten Agrar- und Umweltmaßnahmen, die faire Wettbewerbsbedingungen gewährleisten und durch transparente, wirksame und möglichst bürokratiearme Kontrollen sichergestellt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Honorierung gesellschaftlicher Leistungen über einen reinen Ausgleich<br>
von Mehraufwand oder Einkommensverlusten hinaus und die Schaffung eines<br>
echten wirtschaftlichen Anreizes für eine nachhaltige Weiterentwicklung<br>
der Landwirtschaft.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB fordern wir darüber hinaus:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine wirksame Reform der agrarpolitischen Rahmenbedingungen über die Förderpolitik hinaus, die die GMO und Verhandlungsposition von Landwirt*innen nachhaltig stärkt, faire Wettbewerbsbedingungen schafft und eine gerechte Entlohnung sichert. Dazu müssen faire, verbindliche Vertragsbedingungen, starke Erzeugerorganisationen und eine transparente Preisbildung entlang der gesamten Wertschöpfungskette gezielt vorangetrieben werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ländliche Räume als Zukunftsorte stärken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Förderung der Ländlichen Entwicklung muss auch nach 2027 als eigenständiger<br>
und finanziell ausreichend ausgestatteter Bestandteil der GAP erhalten bleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Damit ländliche Regionen auch künftig attraktive Lebens-, Arbeits- und<br>
Wirtschaftsstandorte bleiben, bedarf es einer verlässlichen Unterstützung durch<br>
die Europäische Union und die Mitgliedstaaten. Europäische Fördermittel<br>
ermöglichen Investitionen in Infrastruktur, Daseinsvorsorge, Bildung, Beratung,<br>
Kooperationen, Innovationen sowie Maßnahmen des Natur- und Umweltschutzes. Sie<br>
stärken regionale Wertschöpfungsketten, schaffen Perspektiven für junge Menschen<br>
und fördern die aktive Beteiligung der Bevölkerung an der Entwicklung ihrer<br>
Regionen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den dauerhaften Erhalt und die ausreichende finanzielle Ausstattung der<br>
europäischen Fördermittel für die Ländliche Entwicklung. Die<br>
Förderinstrumente müssen langfristig verlässlich, planungssicher und<br>
praxisnah ausgestaltet werden, damit sie ihre Wirkung nachhaltig entfalten<br>
und den Ländlichen Räumen notwendige Entwicklungsperspektiven bieten<br>
können.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ländliche Entwicklung muss in allen EU-Mitgliedstaaten verbindlich<br>
verankert und darf nicht dem freiwilligen Engagement einzelner Staaten<br>
überlassen werden. Die Mittel dazu -insbesondere im Rahmen des Ausgabenziels für ländliche Räume („rural target“) – müssen durch sachgerechte Maßnahmen gezielt und zweckgebunden für die Entwicklung Ländlicher Räume eingesetzt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>dass eine verlässliche und langfristige gesicherte nationale Kofinanzierung gewährleistet wird und deren Ausgestaltung nicht dazu führen darf, dass bewährte Förderprogramme, sowie Ansätze und Maßnahmen, wie LEADER finanziell gekürzt, in ihrem Umgang eingeschränkt oder bestehende Förderangebote<br>
eingestellt werden. Ziel muss es sein, die Kontinuität und Planungssicherheit dieser Programme sicherzustellen und die nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume langfristig zu stärken.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>von der Bundesregierung, den von der Europäischen Kommission geforderten<br>
partizipativen Ansatz in der Erarbeitung und Umsetzung der Nationalen und<br>
Regionalen Partnerschaftspläne (NRPP) umzusetzen und Partner*innen in der<br>
Ländlichen Entwicklung mit einzubeziehen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Fehlende Zukunftsperspektiven, insbesondere für junge Menschen, der Abbau von<br>
Infrastruktur und der Verlust von Gestaltungsmöglichkeiten durch die Kürzung von<br>
Förderinstrumenten verstärken gesellschaftliche Spaltungen und schwächen das<br>
Vertrauen in demokratische Institutionen. Eine starke Förderung der Ländlichen<br>
Entwicklung ist daher nicht nur eine Investition in die wirtschaftliche und<br>
ökologische Zukunft Ländlicher Räume, sondern auch in den gesellschaftlichen<br>
Zusammenhalt und die demokratische Resilienz Europas.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Eine GAP, die Zukunft ermöglicht</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Zukunft der Landwirtschaft und die Zukunft der Ländlichen Räume sind für uns als KLJB untrennbar miteinander verbunden. Die GAP nach 2027 muss deshalb junge Menschen stärker in den Mittelpunkt stellen und ihnen echte, langfristige Perspektiven für ein Leben und Arbeiten im ländlichen Raum eröffnen. Dazu gehören insbesondere bezahlbarer Wohnraum, eine verlässliche und bedarfsgerechte Mobilität, attraktive und zukunftsfähige Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten sowie ein vielfältiges Kultur- und Freizeitangebot. Gleichzeitig müssen jungen Menschen echte Möglichkeiten zur Mitgestaltung und Mitentscheidung bei politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen eröffnet werden. Entscheidend sind dabei auch die finanzielle Zugänglichkeit dieser Angebote und der Abbau struktureller Hürden, damit junge Menschen unabhängig von ihrer wirtschaftlichen und sozialen Situation ihre Zukunft im ländlichen Raum selbstbestimmt gestalten können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Junge Menschen in der Landwirtschaft brauchen ebenso verlässliche Zukunftsperspektiven. Dazu gehören unter anderem die Förderung des Generationenwechsels, die Unterstützung von Junglandwirt*innen und Existenzgründer*innen sowie die Stärkung insbesondere kleiner und mittlerer familiengeführter und vielfältig strukturierter landwirtschaftlicher Betriebe. Gleichzeitig muss die Landwirtschaft ökonomisch tragfähig sein und Verantwortung für Klima, Umwelt, Tiere und Gesellschaft übernehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die GAP nach 2027 muss eine vielfältige sowie jugend- und geschlechtergerechte Landwirtschaft fördern, die ökonomisch tragfähig ist und gleichzeitig Verantwortung für Klima, Umwelt, Tiere und Gesellschaft übernimmt. Sie muss dazu beitragen, dass Ländliche Räume lebendige Orte bleiben, in denen junge Menschen gerne leben, arbeiten und sich engagieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/gap-nach-2027-zukunft-fur-landwirtschaft-und-landliche-raume-36275#_ftnref1">[1]</a><a href="https://www.topagrar.com/betriebsleitung/news/jeder-dritte-hofbesitzer-in-der-eu-ist-uber-65-jahre-alt-20010529.html">https://www.topagrar.com/betriebsleitung/news/jeder-dritte-hofbesitzer-in-<br>
der-eu-ist-uber-65-jahre-alt-20010529.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[2]</a> Aktuell sind es 3% (Quelle einfügen)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/gap-nach-2027-zukunft-fur-landwirtschaft-und-landliche-raume-36275#_ftnref2">[2]</a> Ausführlich dazu unsere gemeinsame Stellungnahme „Junge Landwirtschaft<br>
sichern!“ (2026). Online verfügbar unter: <a href="https://www.kljb.org/deutsche-jugendverbaende-fordern-festes-budget-und-zielgenaue-foerderung-fuer-junglandwirtinnen/">https://www.kljb.org/deutsche-<br>
jugendverbaende-fordern-festes-budget-und-zielgenaue-foerderung-fuer-<br>
junglandwirtinnen/</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 18 Oct 2026 10:42:49 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A1: 8.2 NEU: UN-Jahr der Landwirtin: Frauen stärken auch über 2026 hinaus!</title>
                        <link>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/8-2-NEU-UN-Jahr-der-Landwirtin-Frauen-starken-auch-uber-2026-hinaus-38980</link>
                        <author>HBA (dort beschlossen am: 18.10.2026)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frauen<a href="https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/nicht-nur-ackern-auch-entscheiden-geschlechtergerechtigkeit-in-der-45688/363#_ftn1">[1]</a> leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Landwirtschaft und das Leben in Ländlichen Räumen. Die KLJB berücksichtigt insbesondere die Perspektiven junger Frauen und Junglandwirtinnen. Sie führen Betriebe, übernehmen Verantwortung in Familienunternehmen, arbeiten als Arbeitnehmerinnen oder Saisonarbeitskräfte, engagieren sich ehrenamtlich und tragen einen erheblichen Anteil der Care-Arbeit<a href="#_ftn1">[2]</a>. Dennoch bleiben ihre Leistungen häufig unsichtbar oder werden rechtlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich nicht ausreichend anerkannt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Noch immer werden fast 90% der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland von Männern geführt. Frauen sind deutlich seltener Eigentümerinnen oder Betriebsleiterinnen und verfügen häufig nicht über eine eigenständige, soziale und rechtliche Absicherung. Gleichzeitig übernehmen sie einen überproportional großen Anteil an unbezahlter Care-Arbeit.<a href="https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/nicht-nur-ackern-auch-entscheiden-geschlechtergerechtigkeit-in-der-45688#_ftn2"><em>[3]</em></a> Daher braucht es den Abbau geschlechtsspezifischer Rollenbilder und gesellschaftlicher Zuschreibungen in der Landwirtschaft und in ländlichen Räumen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Lebens- und Arbeitsrealitäten von trans* und genderqueeren Menschen in der Landwirtschaft sind dabei bislang kaum sichtbar und müssen deshalb ebenfalls berücksichtigt werden. Die KLJB setzt sich deswegen für eine gleichberechtigte Teilhabe in der Landwirtschaft und in ländlichen Räumen ein. Geschlechtergerechtigkeit, Chancengleichheit und Selbstbestimmung sind unverzichtbare Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und lebendige, ländliche Räume.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die KLJB fordert über das aktuell laufende Internationale Jahr der Landwirtin der Vereinten Nationen hinaus, die Politik, landwirtschaftliche Verbände und gesellschaftliche Akteur*innen auf, geschlechtsbezogene strukturelle Benachteiligungen konsequent abzubauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Insbesondere fordert die KLJB:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><strong>Frauen als Eigentümerinnen und Betriebsleiterinnen fördern</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichberechtigter Zugang zu Eigentum, Finanzierung und Leitungspositionen ist eine zentrale Gleichstellungsfrage. Zugangsbarrieren müssen beseitigt und Frauen unterstützt werden, Betriebe zu übernehmen, Finanzierungshilfen zu erhalten und Führungsverantwortung zu tragen – ohne, dass dies in Konkurrenz zu persönlichen Lebensentscheidungen steht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><strong>Soziale Absicherung garantieren</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die soziale und rechtliche Absicherung von Frauen in der Landwirtschaft ist häufig unzureichend. Um die Leistungen von Frauen anzuerkennen, müssen die Sozial- und Rentensysteme geschlechtergerecht umgebaut werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><strong>Care-Arbeit anerkennen und gerecht umverteilen</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frauen tragen einen weitaus größeren Anteil der unbezahlten Care-Arbeit auf dem Hof und für die Familie. Tradierte Rollenbilder sowie rechtliche und wirtschaftliche Benachteiligungen verstärken die damit verbundenen Belastungen.<br>
Gerade in der Landwirtschaft ist diese Arbeit für den Betrieb essenziell und muss monetär sowie ideell anerkannt und gerechter verteilt werden. Dazu zählt auch deren angemessene Berücksichtigung in der sozialen Absicherung und Altersvorsorge.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><strong>Gleichberechtigtes Ehrenamt ermöglichen</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat der Gesellschaft, insbesondere auch in ländlichen Räumen. Frauen engagieren sich ebenso häufig freiwillig, wie Männer, übernehmen jedoch seltener Leitungs- und Vorstandsaufgaben<a href="#_ftn2">[4]</a>. Die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit und gesellschaftliche Rollenerwartungen schränken ihre Möglichkeiten ein, sich ehrenamtlich zu engagieren. Deshalb müssen Hürden für die Übernahme von ehrenamtlichen Leitungspositionen für Frauen beseitigt werden. Außerdem muss ehrenamtliches Engagement grundsätzlich stärker anerkannt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><strong>Lohngerechtigkeit verankern</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Lohngerechtigkeit bedeutet: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – unabhängig von Geschlecht oder Herkunft. Damit landwirtschaftliche Betriebe nachhaltig wirtschaften können, sind auskömmliche Preise für Erzeuger*innen zwingend notwendig. Tarifverträge helfen, transparente und faire Lohnstrukturen sicherzustellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li><strong>Sichere &amp; gesunde Arbeitsbedingungen gewährleisten</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für Frauen in der Landwirtschaft bestehen besondere Gesundheitsrisiken, insbesondere während der Schwangerschaft oder der Stillzeit. Es braucht mehr Maßnahmen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Schutz vor (sexualisierter) Gewalt und (geschlechterbezogener) Diskriminierung – mit Fokus auf gefährdete Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li><strong>Politische Teilhabe &amp; Repräsentation stärken</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Trotz ihres zentralen Beitrags zur Landwirtschaft sind junge Frauen in politischen Entscheidungsprozessen, Gremien und der öffentlichen Wahrnehmung oft unterrepräsentiert. Es müssen strukturelle Mechanismen verankert werden, welche die Mitgestaltungsmöglichkeiten von jungen Frauen sicherstellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li><strong>Geschlechtergerechte Gestaltung</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Geschlechtergerechtigkeit und geschlechtssensible Inhalte müssen in Aus- und Weiterbildung sowie Agrarforschung verankert und umgesetzt werden. Der Ausbau und die Verstetigung von Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die speziell Frauen unterstützen, sind unabdingbar. Ebenso die Etablierung einer geschlechterinklusiven Agrarstatistik.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li><strong>Daseinsfürsorge in ländlichen Räumen sichern</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frauen leisten einen essenziellen Beitrag für offene, vielfältige und attraktive ländliche Räume sowie die regionalen Wertschöpfungsketten und sind auf ausreichende ländliche Infrastruktur angewiesen. Finanzielle Mittel zur Entwicklung ländlicher Räume, z. B. in der GAP, und zur Stärkung der Demokratie müssen gesichert und ausgebaut werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die KLJB verpflichtet sich die Perspektiven von Frauen in der Landwirtschaft künftig verstärkt in ihrer agrarpolitischen Interessenvertretung und setzt sich insbesondere bei Gesprächen mit Politik, Bündnispartner*innen und landwirtschaftlichen Verbänden für ihre gleichberechtigte Beteiligung an Entscheidungsprozessen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/nicht-nur-ackern-auch-entscheiden-geschlechtergerechtigkeit-in-der-45688#_ftnref1">[1]</a> Der Antrag stellt anlässlich des Internationalen Jahres der Landwirtin Frauen in den Mittelpunkt. Geschlechtergerechtigkeit umfasst darüber hinaus auch die Anliegen von trans* und genderqueeren Menschen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[2]</a> Care-Arbeit beschreibt die Tätigkeiten des Sorgens und Sichkümmerns. Darunter fällt Kinderbetreuung oder Altenpflege, aber auch familiäre Unterstützung, häusliche Pflege oder Hilfe unter Freunden. Bislang wurden diese Arbeiten überwiegend von Frauen geleistet, oft als unbezahlte Hausarbeit gesellschaftlich als notwendig und selbstverständlich angesehen. (Bundeszentrale für politische Bildung)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/nicht-nur-ackern-auch-entscheiden-geschlechtergerechtigkeit-in-der-45688#_ftnref2">[3]</a> Pieper, J.L. et al. (2023). Die Lebens- und Arbeitssituation von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland – soziologische Befunde. Georg-August-Universität Göttingen, 2023. Forschungsbericht. doi: 10.47952/gro-publ-125;Davier, Z. et al. (2023): Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland – Leben und Arbeit, Herausforderungen und Wünsche Befragungsergebnisse von über 7.000 Frauen. Thünen Working Paper 207. März 2023, thuenen.de.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn065997.pdf">https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn065997.pdf</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref2">[4]</a><a href="https://www.bundesregierung.de/resource/blob/2348674/2451628/bd584f7043a033e56a1923af79abac55/kurzbericht-freiwilliges-engagement-in-deutschland-zentrale-ergebnisse-data.pdf?download=1">https://www.bundesregierung.de/resource/blob/2348674/2451628/bd584f7043a033e5de/resource/blob/2348674/2451628/bd584f7043a033e5de/resource/blob/2348674/2451628/bd584f7043a033e5de/resource/blob/2348674/2451628/bd584f7043a033e56a1923af79abac55/kurzbericht-freiwilliges-engagement-in-deutschland-zentrale-ergebnisse-data.pdf?download=1</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 18 Oct 2026 10:12:41 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A2: 8.3 NEU! GAP nach 2027: Zukunft für Landwirtschaft und Ländliche Räume</title>
                        <link>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/motion/305</link>
                        <author>Bundesvorstand (Antragsberatung)</author>
                        <guid>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/motion/305</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Gesetzgebungsverfahren zur nächsten Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf EU-Ebene wird voraussichtlich bis Mitte 2027 andauern. Unabhängig davon hat in Deutschland bereits die Debatte darüber begonnen, wie die Vorschläge der Europäischen Kommission für die Ausgestaltung der GAP ab 2028 national umgesetzt werden sollen. Daher ist es uns als KLJB wichtig, unsere Positionen in die aktuelle Diskussion einzubringen und bereits formulierte Forderungen zu bekräftigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die GAP nach 2027 braucht eine verlässliche und ausreichende finanzielle Grundlage, um die Herausforderungen der Landwirtschaft und der Ländlichen Räume zu bewältigen. Die geplanten Kürzungen des GAP-Budgets und die Zusammenführung bisher eigenständiger Förderbereiche in einem übergreifenden Finanzierungsrahmen bergen die Gefahr, dass zentrale Ziele der GAP an Priorität verlieren und Förderbereiche um begrenzte Mittel konkurrieren. Die Umsetzung europäischer Ziele darf nicht allein von nationalen Prioritäten und finanziellen Spielräumen abhängen. Daher braucht es ein eigenständiges GAP-Budget sowie verbindliche europäische Mindestbudgets für zentrale Förderbereiche statt einer Politik der Renationalisierung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB fordern wir die Verhandler*innen der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und des Rates der Europäischen Union sowie die Bundesregierung und die Landesregierungen auf, die Gemeinsame Agrarpolitik nach 2027 sowie die Ausgestaltung der Nationalen und Regionalen Partnerschaftspläne (NRPP) konsequent an den Zukunftsperspektiven junger Menschen, einer vielfältigen und zukunftsfähigen Landwirtschaft sowie lebendigen Ländlichen Räumen auszurichten. Eine zukunftsfähige Landwirtschaft kann nur im Zusammenspiel mit der Entwicklung Ländlicher Räume gedacht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Landwirtschaft zukunftsfähig gestalten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die aktuellen Herausforderungen für die Landwirtschaft machen deutlich, dass es für eine zukunftsfähige Entwicklung grundlegender Veränderungen bedarf. Als Jugendverband sehen wir darin die Chance, die Rahmenbedingungen der Landwirtschaft von morgen aktiv mitzugestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Verteilung der GAP-Mittel muss sich stärker an den gesellschaftlichen Leistungen und den Zukunftsperspektiven landwirtschaftlicher Betriebe orientieren. Eine überwiegend flächenbezogene Förderung begünstigt aufgrund der ungleichen Flächenverteilung insbesondere große Betriebe und verstärkt bestehende strukturelle Ungleichheiten. Dadurch werden kleinere und mittlere Betriebe sowie ihre Entwicklungsmöglichkeiten benachteiligt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit Blick auf die Ernährungssouveränität Europas müssen landwirtschaftliche Betriebe verlässliche wirtschaftliche Perspektiven erhalten und in ihrer Vielfalt gestärkt werden. Die Förderung muss deshalb so ausgestaltet sein, dass sie weder allein an der bewirtschafteten Fläche noch ausschließlich am Erwerbsstatus ausgerichtet ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Generationenwechsel und Geschlechtergerechtigkeit</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Generationenwechsel ist angesichts der zunehmenden Überalterung in der<br>
Landwirtschaft und vieler ungeklärter Hofnachfolgen eine zentrale Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe in der Europäischen Union und in Deutschland.<a href="https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/gap-nach-2027-zukunft-fur-landwirtschaft-und-landliche-raume-36275#_ftn1">[1]</a> Eine stärkere Berücksichtigung von Geschlechtergerechtigkeit ist dabei unerlässlich, denn Frauen sowie trans* und genderqueere Menschen sind als Betriebsleiter*innen bislang deutlich unterrepräsentiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB fordern wir deshalb:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mindestens 6% der GAP-Mittel<a href="#_ftn1">[2]</a> für den Generationenwechsel und die gezielte,<br>
langfristige und bürokratiearme Förderung von Junglandwirt*innen und<br>
Existenzgründer*innen.<a href="https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/gap-nach-2027-zukunft-fur-landwirtschaft-und-landliche-raume-36275#_ftn2">[3]</a></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Insbesondere kleine und mittlere familiengeführte sowie vielfältig strukturierte landwirtschaftliche Betriebe angemessen zu stärken.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die gezielte und breite Förderung von Chancengleichheit in der Landwirtschaft und den Abbau struktureller Benachteiligungen. Dazu müssen insbesondere ein gleichberechtigter und diskriminierungsfreier Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten, landwirtschaftlichen Flächen, Hofnachfolge und Förderprogrammen sichergestellt und bestehende Zugangshürden abgebaut werden, um insbesondere Frauen, trans* und genderqueeren Menschen gleiche Chancen auf die Gründung, Übernahme und Führung landwirtschaftlicher Betriebe zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir die bereits bestehende Berücksichtigung von Betriebsleiterinnen im Vorschlag der Europäischen Kommission.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB stehen wir für den Grundsatz „Öffentliche Gelder für öffentliche<br>
Leistungen“. Landwirtschaftliche Betriebe, die zum Schutz von Klima,<br>
Biodiversität, Boden, Wasser und Tieren beitragen, erbringen Leistungen für die<br>
gesamte Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB fordern wir deshalb:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>ein verbindliches und eigenständiges Mindestbudget für Agrarumwelt-, Klima-, Biodiversitäts- und Tierschutzmaßnahmen, welches das Mindestbudget der GAP-Förderperiode bis 2027 nicht unterschreiten darf.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>EU-weit einheitliche, ambitionierte und überprüfbare Mindeststandards für die zuvor genannten Agrar- und Umweltmaßnahmen, die faire Wettbewerbsbedingungen gewährleisten und durch transparente, wirksame und möglichst bürokratiearme Kontrollen sichergestellt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Honorierung gesellschaftlicher Leistungen über einen reinen Ausgleich<br>
von Mehraufwand oder Einkommensverlusten hinaus und die Schaffung eines<br>
echten wirtschaftlichen Anreizes für eine nachhaltige Weiterentwicklung<br>
der Landwirtschaft.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB fordern wir darüber hinaus:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine wirksame Reform der agrarpolitischen Rahmenbedingungen über die Förderpolitik hinaus, die die GMO und Verhandlungsposition von Landwirt*innen nachhaltig stärkt, faire Wettbewerbsbedingungen schafft und eine gerechte Entlohnung sichert. Dazu müssen faire, verbindliche Vertragsbedingungen, starke Erzeugerorganisationen und eine transparente Preisbildung entlang der gesamten Wertschöpfungskette gezielt vorangetrieben werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ländliche Räume als Zukunftsorte stärken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Förderung der Ländlichen Entwicklung muss auch nach 2027 als eigenständiger<br>
und finanziell ausreichend ausgestatteter Bestandteil der GAP erhalten bleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Damit ländliche Regionen auch künftig attraktive Lebens-, Arbeits- und<br>
Wirtschaftsstandorte bleiben, bedarf es einer verlässlichen Unterstützung durch<br>
die Europäische Union und die Mitgliedstaaten. Europäische Fördermittel<br>
ermöglichen Investitionen in Infrastruktur, Daseinsvorsorge, Bildung, Beratung,<br>
Kooperationen, Innovationen sowie Maßnahmen des Natur- und Umweltschutzes. Sie<br>
stärken regionale Wertschöpfungsketten, schaffen Perspektiven für junge Menschen<br>
und fördern die aktive Beteiligung der Bevölkerung an der Entwicklung ihrer<br>
Regionen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den dauerhaften Erhalt und die ausreichende finanzielle Ausstattung der<br>
europäischen Fördermittel für die Ländliche Entwicklung. Die<br>
Förderinstrumente müssen langfristig verlässlich, planungssicher und<br>
praxisnah ausgestaltet werden, damit sie ihre Wirkung nachhaltig entfalten<br>
und den Ländlichen Räumen notwendige Entwicklungsperspektiven bieten<br>
können.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ländliche Entwicklung muss in allen EU-Mitgliedstaaten verbindlich<br>
verankert und darf nicht dem freiwilligen Engagement einzelner Staaten<br>
überlassen werden. Die Mittel dazu -insbesondere im Rahmen des Ausgabenziels für ländliche Räume („rural target“) – müssen durch sachgerechte Maßnahmen gezielt und zweckgebunden für die Entwicklung Ländlicher Räume eingesetzt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>dass eine verlässliche und langfristige gesicherte nationale Kofinanzierung gewährleistet wird und deren Ausgestaltung nicht dazu führen darf, dass bewährte Förderprogramme, sowie Ansätze und Maßnahmen, wie LEADER finanziell gekürzt, in ihrem Umgang eingeschränkt oder bestehende Förderangebote<br>
eingestellt werden. Ziel muss es sein, die Kontinuität und Planungssicherheit dieser Programme sicherzustellen und die nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume langfristig zu stärken.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>von der Bundesregierung, den von der Europäischen Kommission geforderten<br>
partizipativen Ansatz in der Erarbeitung und Umsetzung der Nationalen und<br>
Regionalen Partnerschaftspläne (NRPP) umzusetzen und Partner*innen in der<br>
Ländlichen Entwicklung mit einzubeziehen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Fehlende Zukunftsperspektiven, insbesondere für junge Menschen, der Abbau von<br>
Infrastruktur und der Verlust von Gestaltungsmöglichkeiten durch die Kürzung von<br>
Förderinstrumenten verstärken gesellschaftliche Spaltungen und schwächen das<br>
Vertrauen in demokratische Institutionen. Eine starke Förderung der Ländlichen<br>
Entwicklung ist daher nicht nur eine Investition in die wirtschaftliche und<br>
ökologische Zukunft Ländlicher Räume, sondern auch in den gesellschaftlichen<br>
Zusammenhalt und die demokratische Resilienz Europas.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Eine GAP, die Zukunft ermöglicht</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Zukunft der Landwirtschaft und die Zukunft der Ländlichen Räume sind für uns als KLJB untrennbar miteinander verbunden. Die GAP nach 2027 muss deshalb junge Menschen stärker in den Mittelpunkt stellen und ihnen echte, langfristige Perspektiven für ein Leben und Arbeiten im ländlichen Raum eröffnen. Dazu gehören insbesondere bezahlbarer Wohnraum, eine verlässliche und bedarfsgerechte Mobilität, attraktive und zukunftsfähige Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten sowie ein vielfältiges Kultur- und Freizeitangebot. Gleichzeitig müssen jungen Menschen echte Möglichkeiten zur Mitgestaltung und Mitentscheidung bei politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen eröffnet werden. Entscheidend sind dabei auch die finanzielle Zugänglichkeit dieser Angebote und der Abbau struktureller Hürden, damit junge Menschen unabhängig von ihrer wirtschaftlichen und sozialen Situation ihre Zukunft im ländlichen Raum selbstbestimmt gestalten können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Junge Menschen in der Landwirtschaft brauchen ebenso verlässliche Zukunftsperspektiven. Dazu gehören unter anderem die Förderung des Generationenwechsels, die Unterstützung von Junglandwirt*innen und Existenzgründer*innen sowie die Stärkung insbesondere kleiner und mittlerer familiengeführter und vielfältig strukturierter landwirtschaftlicher Betriebe. Gleichzeitig muss die Landwirtschaft ökonomisch tragfähig sein und Verantwortung für Klima, Umwelt, Tiere und Gesellschaft übernehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die GAP nach 2027 muss eine vielfältige sowie jugend- und geschlechtergerechte Landwirtschaft fördern, die ökonomisch tragfähig ist und gleichzeitig Verantwortung für Klima, Umwelt, Tiere und Gesellschaft übernimmt. Sie muss dazu beitragen, dass Ländliche Räume lebendige Orte bleiben, in denen junge Menschen gerne leben, arbeiten und sich engagieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/gap-nach-2027-zukunft-fur-landwirtschaft-und-landliche-raume-36275#_ftnref1">[1]</a><a href="https://www.topagrar.com/betriebsleitung/news/jeder-dritte-hofbesitzer-in-der-eu-ist-uber-65-jahre-alt-20010529.html">https://www.topagrar.com/betriebsleitung/news/jeder-dritte-hofbesitzer-in-<br>
der-eu-ist-uber-65-jahre-alt-20010529.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[2]</a> Aktuell sind es 3% (Quelle einfügen)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/gap-nach-2027-zukunft-fur-landwirtschaft-und-landliche-raume-36275#_ftnref2">[2]</a> Ausführlich dazu unsere gemeinsame Stellungnahme „Junge Landwirtschaft<br>
sichern!“ (2026). Online verfügbar unter: <a href="https://www.kljb.org/deutsche-jugendverbaende-fordern-festes-budget-und-zielgenaue-foerderung-fuer-junglandwirtinnen/">https://www.kljb.org/deutsche-<br>
jugendverbaende-fordern-festes-budget-und-zielgenaue-foerderung-fuer-<br>
junglandwirtinnen/</a></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>-</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 17 Oct 2026 23:05:15 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>InitiativA1: Transparenz über die Beteiligung der KLJB an den Weltklimakonferenzen COP</title>
                        <link>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/transparenz-uber-die-beteiligung-der-kljb-an-den-weltklimakonferenzen-18644</link>
                        <author>HBA (dort beschlossen am: 17.10.2026)</author>
                        <guid>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/transparenz-uber-die-beteiligung-der-kljb-an-den-weltklimakonferenzen-18644</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Herbstbundesausschuss möge beschließen:</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der KLJB-Bundesvorstand wird beauftragt, spätestens dem Herbst-Bundesausschuss 2027 eine schriftliche Darstellung über die Beteiligung der KLJB Deutschlands an den Weltklimakonferenzen (COPs) vorzulegen. Die Darstellung soll den Mitgliedsverbänden rechtzeitig vor dem entsprechenden Bundesausschuss zur Verfügung gestellt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Darstellung soll insbesondere folgende Fragen beantworten:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Seit wann nimmt die KLJB an den Weltklimakonferenzen teil und wie ist es zu dieser Beteiligung gekommen?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Welchen offiziellen Status hat die KLJB bei den Weltklimakonferenzen und welche Möglichkeiten ergeben sich daraus für den Verband?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Welche Ziele verfolgt die KLJB mit ihrer Teilnahme?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wie bringt sich die KLJB vor Ort konkret ein? Welche Veranstaltungen, Gespräche, Aktionen oder sonstigen Aktivitäten werden durchgeführt oder begleitet?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Welche politischen Positionen und Forderungen bringt die KLJB bei den Weltklimakonferenzen ein?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mit welchen anderen Verbänden, Organisationen und Netzwerken arbeitet die KLJB dort zusammen?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Welche konkreten Ergebnisse konnten durch die bisherige Teilnahme erreicht werden und wie fließen diese anschließend in die Arbeit der KLJB ein?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Welchen Nutzen hat die Teilnahme für die KLJB als Gesamtverband und insbesondere für die Diözesan- und Landesverbände sowie die Mitglieder vor Ort?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wie werden die Erfahrungen und Ergebnisse der Weltklimakonferenzen bisher in den Verband und dessen Strukturen zurückgetragen?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Welche Kosten entstehen der KLJB durch die Teilnahme? Wie setzen sich diese Kosten zusammen und aus welchen Mitteln werden sie finanziert?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wie viele haupt- und ehrenamtliche Vertreterinnen der KLJB nehmen in der Regel teil und nach welchen Kriterien werden die Teilnehmerinnen ausgewählt?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wie bewertet der Bundesvorstand die bisherige Beteiligung und welche Ziele verfolgt er mit der zukünftigen Teilnahme der KLJB an den Weltklimakonferenzen?</li></ul></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 17 Oct 2026 11:30:49 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>8.4. Parteiverbotsverfahren gegen die AfD - jetzt!</title>
                        <link>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/parteiverbotsverfahren-gegen-die-afd-49341</link>
                        <author>HBA (dort beschlossen am: 17.10.2026)</author>
                        <guid>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/parteiverbotsverfahren-gegen-die-afd-49341</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB fordern wir Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat dazu auf, <strong>einen Antrag auf Feststellung der Verfassungswidrigkeit der rechtsextremistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) nach Artikel 21 Absatz 2 Grundgesetz und §§ 43 ff. Bundesverfassungsgerichtsgesetz beim Bundesverfassungsgericht zu stellen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die AfD betreibt eine menschen- und demokratiefeindliche Politik, deren Ziele die freiheitliche demokratische Grundordnung beeinträchtigen und die mit dem christlichen Menschenbild und dem Glauben an die unantastbare Würde eines jedes Menschen unvereinbar sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der KLJB-Bundesvorstand wird beauftragt, sich in der politischen Interessensvertretung zu Bundes- und Landesregierungen, demokratischen Parteien und Politiker*innen sowie innerhalb des BDKJs und anderer Netzwerk- und Bündnispartner*innen für die Einleitung der Prüfung eines AfD-Parteiverbotsverfahrens einzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit dieser Forderung erweitern wir unseren Beschluss der KLJB-Bundesversammlung 2024 <em>„Klare Kante gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus! Wir stehen für eine offene und pluralistische Gesellschaft ein.</em>“<a href="#_ftn1">[1]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> Vgl.: Beschluss der KLJB-Bundesversammlung 2024: „Klare Kante gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus! Wir stehen für eine offene und pluralistische Gesellschaft ein.“ Auf: <a href="https://www.kljb.org/wp-content/uploads/2025/08/BV-2024-Beschluss-Nr.-4-Klare-Kante-neu.pdf">https://www.kljb.org/wp-content/uploads/2025/08/BV-2024-Beschluss-Nr.-4-Klare-Kante-neu.pdf</a> (Stand: 25.09.2026)</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 17 Oct 2026 11:28:15 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>8.1. : Tagesordnung der Bundesversammlung 2027</title>
                        <link>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/tagesordnung-der-bundesversammlung-2027-26242</link>
                        <author>HBA (dort beschlossen am: 17.10.2026)</author>
                        <guid>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/tagesordnung-der-bundesversammlung-2027-26242</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 1 Regularien</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 2 Bericht des Bundesvorstands</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 3 Berichte</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.1 Bundesarbeitskreise</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.2 Akademie Junges Land e.V.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.3 Landjugendverlag GmbH</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.4 Stiftung Junges Land</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.5 MIJARC Welt</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.6 MIJARC Europa</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.7 BDKJ</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.8.KLJB Queer</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 4 Anträge</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 5 Wahlen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.1 Wahl zum Bundesvorstand</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.2. Nachwahl BAK Internationale Entwicklung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.3. Wahl BAK Umwelt</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.4 Wahl BAK Pastoral auf dem Land</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.5 Wahl zum Wahlausschuss</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.6 Wahl zur Mitgliederversammlung der Akademie Junges Land</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.7 Wahl zum Kuratorium der Stiftung Junges Land</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.8 <strong>Wahl der Mitglieder der Satzungskommission</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.9 Wahl zum Vorsitz der Bundesschiedsstelle</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.10 Wahl einer Delegation zur BDKJ-Hauptversammlung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.11 Wahl einer Delegation zur MIJARC-Europaversammlung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 6 Studienteil</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 7 BDKJ Aufarbeitungsstudie</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 8 Verschiedenes</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 17 Oct 2026 11:21:35 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A1: 8.2 NEU: UN-Jahr der Landwirtin: Frauen stärken auch über 2026 hinaus!</title>
                        <link>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/motion/298</link>
                        <author>Bundesvorstand (Antragscafe)</author>
                        <guid>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/motion/298</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frauen<a href="https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/nicht-nur-ackern-auch-entscheiden-geschlechtergerechtigkeit-in-der-45688/363#_ftn1">[1]</a> leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Landwirtschaft und das Leben in Ländlichen Räumen. Die KLJB berücksichtigt insbesondere die Perspektiven junger Frauen und Junglandwirtinnen. Sie führen Betriebe, übernehmen Verantwortung in Familienunternehmen, arbeiten als Arbeitnehmerinnen oder Saisonarbeitskräfte, engagieren sich ehrenamtlich und tragen einen erheblichen Anteil der Carearbeit<a href="#_ftn1">[2]</a>. Dennoch bleiben ihre Leistungen häufig unsichtbar oder werden rechtlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich nicht ausreichend anerkannt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Noch immer werden fast 90% der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland von Männern geführt. Frauen sind deutlich seltener Eigentümerinnen oder Betriebsleiterinnen und verfügen häufig nicht über eine eigenständige, soziale und rechtliche Absicherung. Gleichzeitig übernehmen sie einen überproportional großen Anteil an unbezahlter Care-Arbeit.<a href="https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/nicht-nur-ackern-auch-entscheiden-geschlechtergerechtigkeit-in-der-45688#_ftn2"><em>[3]</em></a> Daher braucht es den Abbau geschlechtsspezifischer Rollenbilder und gesellschaftlicher Zuschreibungen in der Landwirtschaft und in ländlichen Räumen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Lebens- und Arbeitsrealitäten von trans* und genderqueeren Menschen in der Landwirtschaft sind dabei bislang kaum sichtbar und müssen deshalb ebenfalls berücksichtigt werden. Die KLJB setzt sich deswegen für eine gleichberechtigte Teilhabe in der Landwirtschaft und in ländlichen Räumen ein. Geschlechtergerechtigkeit, Chancengleichheit und Selbstbestimmung sind unverzichtbare Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und lebendige, ländliche Räume.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die KLJB fordert über das aktuell laufende Internationale Jahr der Landwirtin der Vereinten Nationen hinaus, die Politik, landwirtschaftliche Verbände und gesellschaftliche Akteur*innen auf, geschlechtsbezogene strukturelle Benachteiligungen konsequent abzubauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Insbesondere fordert die KLJB:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><strong>Frauen als Eigentümerinnen und Betriebsleiterinnen fördern</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichberechtigter Zugang zu Eigentum, Finanzierung und Leitungspositionen ist eine zentrale Gleichstellungsfrage. Zugangsbarrieren müssen beseitigt und Frauen unterstützt werden, Betriebe zu übernehmen, Finanzierungshilfen zu erhalten und Führungsverantwortung zu tragen – ohne, dass dies in Konkurrenz zu persönlichen Lebensentscheidungen steht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><strong>Soziale Absicherung garantieren</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die soziale und rechtliche Absicherung von Frauen in der Landwirtschaft ist häufig unzureichend. Um die Leistungen von Frauen anzuerkennen, müssen die Sozial- und Rentensysteme geschlechtergerecht umgebaut werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><strong>Care-Arbeit anerkennen und gerecht umverteilen</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frauen tragen einen weitaus größeren Anteil der unbezahlten und oft belastenden Care-Arbeit auf dem Hof und für die Familie. Gerade in der Landwirtschaft ist diese Arbeit für den Betrieb essenziell und muss monetär sowie ideell anerkannt und gerechter verteilt werden. Dazu zählt auch deren angemessene Berücksichtigung in der sozialen Absicherung und Altersvorsorge.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><strong>Gleichberechtigtes Ehrenamt ermöglichen</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat der Gesellschaft, insbesondere auch in ländlichen Räumen. Frauen engagieren sich ebenso häufig freiwillig, wie Männer, übernehmen jedoch seltener Leitungs- und Vorstandsaufgaben<a href="#_ftn2">[4]</a>. Die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit und gesellschaftliche Rollenerwartungen schränken ihre Möglichkeiten ein, sich ehrenamtlich zu engagieren. Deshalb müssen Hürden für die Übernahme von ehrenamtlichen Leitungspositionen für Frauen beseitigt werden. Außerdem muss ehrenamtliches Engagement grundsätzlich stärker anerkannt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><strong>Lohngerechtigkeit verankern</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Lohngerechtigkeit bedeutet: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – unabhängig von Geschlecht oder Herkunft. Damit landwirtschaftliche Betriebe nachhaltig wirtschaften können, sind auskömmliche Preise für Erzeuger*innen zwingend notwendig. Tarifverträge helfen, transparente und faire Lohnstrukturen sicherzustellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li><strong>Sichere &amp; gesunde Arbeitsbedingungen gewährleisten</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für Frauen in der Landwirtschaft bestehen besondere Gesundheitsrisiken, insbesondere während der Schwangerschaft oder der Stillzeit. Es braucht mehr Maßnahmen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Schutz vor (sexualisierter) Gewalt und (geschlechterbezogener) Diskriminierung – mit Fokus auf gefährdete Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li><strong>Politische Teilhabe &amp; Repräsentation stärken</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Trotz ihres zentralen Beitrags zur Landwirtschaft sind junge Frauen in politischen Entscheidungsprozessen, Gremien und der öffentlichen Wahrnehmung oft unterrepräsentiert. Es müssen strukturelle Mechanismen verankert werden, welche die Mitgestaltungsmöglichkeiten von jungen Frauen sicherstellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li><strong>Geschlechtergerechte Gestaltung</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Geschlechtergerechtigkeit und geschlechtssensible Inhalte müssen in Aus- und Weiterbildung sowie Agrarforschung verankert und umgesetzt werden. Der Ausbau und die Verstetigung von Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die speziell Frauen unterstützen, sind unabdingbar. Ebenso die Etablierung einer geschlechterinklusiven Agrarstatistik.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li><strong>Daseinsfürsorge in ländlichen Räumen sichern</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frauen leisten einen essenziellen Beitrag für offene, vielfältige und attraktive ländliche Räume sowie die regionalen Wertschöpfungsketten und sind auf ausreichende ländliche Infrastruktur angewiesen. Finanzielle Mittel zur Entwicklung des ländlichen Raums, z. B. in der GAP, und zur Stärkung der Demokratie müssen gesichert und ausgebaut werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die KLJB verpflichtet sich die Perspektiven von Frauen in der Landwirtschaft künftig verstärkt in ihrer agrarpolitischen Interessenvertretung und setzt sich insbesondere bei Gesprächen mit Politik, Bündnispartner*innen und landwirtschaftlichen Verbänden für ihre gleichberechtigte Beteiligung an Entscheidungsprozessen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/nicht-nur-ackern-auch-entscheiden-geschlechtergerechtigkeit-in-der-45688#_ftnref1">[1]</a> Der Antrag stellt anlässlich des Internationalen Jahres der Landwirtin Frauen in den Mittelpunkt. Geschlechtergerechtigkeit umfasst darüber hinaus auch die Anliegen von trans und genderqueeren Menschen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[2]</a> Care-Arbeit beschreibt die Tätigkeiten des Sorgens und Sichkümmerns. Darunter fällt Kinderbetreuung oder Altenpflege, aber auch familiäre Unterstützung, häusliche Pflege oder Hilfe unter Freunden. Bislang wurden diese Arbeiten überwiegend von Frauen geleistet, oft als unbezahlte Hausarbeit gesellschaftlich als notwendig und selbstverständlich angesehen. (Bundeszentrale für politische Bildung)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/nicht-nur-ackern-auch-entscheiden-geschlechtergerechtigkeit-in-der-45688#_ftnref2">[3]</a> Pieper, J.L. et al. (2023). Die Lebens- und Arbeitssituation von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland – soziologische Befunde. Georg-August-Universität Göttingen, 2023. Forschungsbericht. doi: 10.47952/gro-publ-125;Davier, Z. et al. (2023): Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland – Leben und Arbeit, Herausforderungen und Wünsche Befragungsergebnisse von über 7.000 Frauen. Thünen Working Paper 207. März 2023, thuenen.de.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn065997.pdf">https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn065997.pdf</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref2">[4]</a><a href="https://www.bundesregierung.de/resource/blob/2348674/2451628/bd584f7043a033e56a1923af79abac55/kurzbericht-freiwilliges-engagement-in-deutschland-zentrale-ergebnisse-data.pdf?download=1">https://www.bundesregierung.de/resource/blob/2348674/2451628/bd584f7043a033e56a1923af79abac55/kurzbericht-freiwilliges-engagement-in-deutschland-zentrale-ergebnisse-data.pdf?download=1</a></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Geschlechtergerechtigkeit ist keine individuelle Frage einzelner Lebensentscheidungen, sondern hängt wesentlich von politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Strukturelle Benachteiligungen müssen deshalb aktiv abgebaut werden. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass weltweit Fortschritte bei Gleichstellung und Selbstbestimmung zunehmend unter Druck geraten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als katholischer Jugendverband setzt sich die KLJB für die Würde aller Menschen und für gleichberechtigte Teilhabe ein. Dazu gehören ausdrücklich Frauen in ihrer Vielfalt sowie trans und genderqueere Menschen, die vielfach vergleichbare Diskriminierungserfahrungen machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Eine nachhaltige Landwirtschaft braucht vielfältige Perspektiven und gerechte Beteiligung. Geschlechtergerechtigkeit stärkt nicht nur die Situation einzelner Menschen, sondern trägt zur Zukunftsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe, zur Resilienz Ländlicher Räume und zu einer demokratischen Gesellschaft bei. Mit diesem Antrag bekräftigt die KLJB ihren Einsatz für eine Landwirtschaft, in der alle Menschen nicht nur mitarbeiten, sondern gleichermaßen mitentscheiden können.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 17 Oct 2026 10:19:24 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>InitiativA2: Alternative zu 8.2: Nicht nur mitarbeiten, sondern Verantwortung tragen – Teilhabe und soziale Absicherung in der Landwirtschaft stärken</title>
                        <link>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/alternative-zu-8-2-nicht-nur-mitarbeiten-sondern-verantwortung-trage-25038</link>
                        <author>Dirk Buddenbrock (KLJB Nordrhein-Westfalen)</author>
                        <guid>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/alternative-zu-8-2-nicht-nur-mitarbeiten-sondern-verantwortung-trage-25038</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frauen tragen in vielfältigen Rollen wesentlich zum Erfolg landwirtschaftlicher Betriebe und zum Leben in Ländlichen Räumen bei. Sie sind Betriebsleiterinnen, Hofnachfolgerinnen, Unternehmerinnen, Arbeitnehmerinnen und mitarbeitende Familienangehörige und übernehmen Verantwortung etwa in Tierhaltung, Pflanzenbau, Buchhaltung, Finanzen, Personalführung, Vermarktung und eigenständigen Betriebszweigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landwirtschaft befindet sich seit Jahrzehnten in einem gesellschaftlichen und strukturellen Wandel. Traditionelle Rollenverteilungen bestehen weiterhin, gleichzeitig werden Betriebe heute in sehr unterschiedlichen Familien-, Eigentums- und Unternehmensmodellen geführt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frauen sind bei der formalen Betriebsleitung weiterhin deutlich seltener vertreten als Männer. Im Jahr 2023 waren 11,3 Prozent der Betriebsleitungen in Deutschland weiblich.<sup>[1]</sup> Diese statistische Zuordnung darf jedoch nicht mit der tatsächlichen Verteilung von Verantwortung und Entscheidungskompetenz gleichgesetzt werden. Untersuchungen zeigen, dass insbesondere Familienbetriebe häufig gemeinschaftlich geführt werden und Frauen häufiger an betrieblichen Entscheidungen beteiligt sind oder eigenständige Leitungsverantwortung übernehmen, als dies die formale Betriebsleitungsstatistik erkennen lässt.<sup>[2]</sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch die bundesweite Studie „Frauen.Leben.Landwirtschaft“ weist auf eine solche Differenz zwischen formaler Stellung und tatsächlicher Verantwortung hin. Ihre quantitativen Ergebnisse sind jedoch nicht repräsentativ für alle Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland. Die Befragung beruht auf einer Verfügbarkeitsstichprobe; insbesondere kleinere Betriebe waren deutlich unterrepräsentiert.<sup>[3]</sup> Dies ist relevant, da rund zwei Drittel der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland weniger als 50 Hektar bewirtschaften und sich die Betriebsstrukturen regional erheblich unterscheiden.<sup>[4]</sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichzeitig bestehen weiterhin Unterschiede bei Eigentum, formaler Betriebsleitung und Hofnachfolge. Im Jahr 2020 waren 17,8 Prozent der vorgesehenen Hofnachfolgenden in Einzelunternehmen weiblich. Gegenüber 2010 ist dieser Anteil um vier Prozentpunkte gestiegen. Auch hier bestehen deutliche regionale Unterschiede.<sup>[5]</sup> Die Daten zeigen damit sowohl fortbestehende Unterschiede als auch einen langfristigen Wandel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aus Sicht der KLJB muss deshalb insbesondere die Frage in den Mittelpunkt rücken, ob Menschen, die dauerhaft Verantwortung und Arbeit in einen landwirtschaftlichen Betrieb einbringen, angemessen beteiligt sowie rechtlich, wirtschaftlich und sozial abgesichert sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gerade in landwirtschaftlichen Familienbetrieben können tatsächliche Verantwortung, Eigentum und soziale Absicherung auseinanderfallen. Wer über Jahre oder Jahrzehnte im Betrieb mitarbeitet oder unternehmerische Verantwortung übernimmt, ohne eigenes Betriebsvermögen, eine vertraglich abgesicherte Beteiligung oder ausreichende eigenständige Vorsorge aufzubauen, kann insbesondere im Alter sowie bei Krankheit, Erwerbsunfähigkeit, Pflegebedürftigkeit, Trennung, Scheidung oder Tod erheblichen wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt sein.<sup>[6]</sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Geschlechtergerechtigkeit in der Landwirtschaft bedeutet für die KLJB deshalb, Rahmenbedingungen zu schaffen, unter denen Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht Verantwortung übernehmen, Betriebe führen, Eigentum erwerben und ihre beruflichen und persönlichen Lebensentwürfe verwirklichen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die KLJB fordert daher:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Tatsächliche Verantwortung besser sichtbar machen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Agrarstatistik, Forschung und landwirtschaftliche Verwaltung sollen neben der formalen Betriebsleitung stärker berücksichtigen, wie Verantwortung in landwirtschaftlichen Unternehmen tatsächlich verteilt ist. Gemeinschaftliche Betriebsführung, Mitunternehmerschaft und Verantwortung für eigenständige Betriebszweige sollen, soweit sinnvoll und mit vertretbarem Aufwand möglich, besser erfasst werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei muss transparent zwischen amtlichen Statistiken, repräsentativen Erhebungen, nicht repräsentativen Befragungen und qualitativen Untersuchungen unterschieden werden. Einzelne statistische Kennzahlen dürfen nicht unmittelbar mit den tatsächlichen innerbetrieblichen Entscheidungsstrukturen gleichgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Eigenständige soziale, rechtliche und finanzielle Absicherung stärken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Menschen, die dauerhaft auf einem landwirtschaftlichen Betrieb mitarbeiten oder unternehmerische Verantwortung übernehmen, müssen über die Folgen ihrer rechtlichen Stellung und Möglichkeiten einer eigenständigen Absicherung informiert sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Landwirtschaftliche Familien sollen deshalb frühzeitig Zugang zu unabhängiger Beratung erhalten. Dazu gehören insbesondere:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Eigentums- und Beteiligungsverhältnisse,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Gesellschaftsformen und Mitunternehmerschaft,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>sozialversicherungsrechtliche Stellung und Altersvorsorge,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ehe- und Partnerschaftsverträge,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>testamentarische Regelungen und Erbrecht,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Haftungsfragen sowie</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Absicherung bei Krankheit, Erwerbsunfähigkeit, Pflegebedürftigkeit, Trennung, Scheidung und Tod.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ziel ist nicht die Vorgabe eines bestimmten Familien- oder Unternehmensmodells. Familien sollen vielmehr in die Lage versetzt werden, informierte Entscheidungen zu treffen und tatsächlich übernommene Verantwortung angemessen rechtlich und wirtschaftlich abzubilden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Hofnachfolge unabhängig vom Geschlecht ermöglichen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für die Hofnachfolge sollen Interesse, Qualifikation, persönliche Eignung und ein tragfähiges Zukunftskonzept ausschlaggebend sein – nicht traditionelle Vorstellungen darüber, ob ein Sohn oder eine Tochter einen Betrieb übernehmen sollte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt einen steigenden Anteil weiblicher Hofnachfolgen, zugleich bestehen weiterhin regionale Unterschiede und tradierte Übergabemuster.<sup>[5]</sup> Mögliche Hofnachfolgerinnen und Hofnachfolger sollen deshalb frühzeitig und gleichermaßen in die Zukunftsplanung einbezogen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Unterschiedliche Formen landwirtschaftlichen Unternehmertums anerkennen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Landwirtschaftliche Betriebe reichen heute vom klassischen Einzelunternehmen über gemeinschaftlich geführte Familienbetriebe und Personengesellschaften bis zu Kapitalgesellschaften, Kooperationen und Betrieben mit verschiedenen eigenständigen Betriebszweigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei übernehmen Frauen und Männer unterschiedliche Aufgaben und Verantwortungsbereiche. Tätigkeiten etwa in Buchhaltung, Finanzen, Personal, Direktvermarktung, Tourismus oder anderen diversifizierten Betriebszweigen dürfen nicht als bloße Unterstützung des „eigentlichen“ landwirtschaftlichen Betriebs verstanden werden, wenn damit eigenständige unternehmerische Verantwortung verbunden ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Vereinbarkeit von Familie, Sorgearbeit und landwirtschaftlicher Erwerbsarbeit verbessern</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Tierhaltung, saisonale Arbeitsspitzen und die häufig enge Verbindung von Wohn- und Arbeitsort stellen landwirtschaftliche Familien vor besondere Herausforderungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb braucht es insbesondere in Ländlichen Räumen erreichbare Kinderbetreuung, Pflegeangebote sowie funktionierende Betriebs- und Haushaltshilfen. Gleichzeitig sollen Rahmenbedingungen eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs-, Betriebs-, Familien- und Sorgearbeit ermöglichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Gleiche Chancen bei beruflicher Entwicklung und unternehmerischer Verantwortung gewährleisten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Landwirtschaftliche Ausbildung, Beratung, Weiterbildung, Förderangebote und Netzwerke müssen allen Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht offenstehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frauen und Männer, die einen Betrieb übernehmen, einen eigenen Betrieb gründen oder einen eigenständigen Betriebszweig aufbauen wollen, müssen gleichermaßen Zugang zu Informationen, Finanzierungsmöglichkeiten und Beratungsangeboten erhalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die KLJB wird diese Themen auch über das Internationale Jahr der Landwirtin 2026 hinaus in ihrer agrarpolitischen Arbeit aufgreifen. Ziel ist es, tatsächliche Verantwortung sichtbar zu machen, eigenständige soziale Absicherung zu stärken und allen Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht faire Möglichkeiten zur Übernahme landwirtschaftlicher Betriebe und unternehmerischer Verantwortung zu eröffnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><strong>Fußnoten:</strong></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><sup><strong>[1]</strong></sup><strong> Formale Betriebsleitung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach der Agrarstrukturerhebung 2023 waren 28.700 von rund 255.000 Betriebsleitungen in Deutschland weiblich, entsprechend 11,3 Prozent. Die statistische Funktion „Betriebsleitung“ bildet nicht zwingend die gesamte tatsächliche Entscheidungsverteilung innerhalb eines Betriebs ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Quelle:</em> BMLEH, „Weibliche Betriebsleitung in der Landwirtschaft“:<br><a href="https://bmel-statistik.de/landwirtschaft/gleichstellung-in-der-landwirtschaft/betriebsleitung">https://bmel-statistik.de/landwirtschaft/gleichstellung-in-der-landwirtschaft/betriebsleitung</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><sup>[2]</sup></strong><strong> Tatsächliche Entscheidungs- und Leitungsstrukturen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine Untersuchung im Auftrag des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums zeigt, dass Frauen häufiger an betrieblichen Entscheidungen beteiligt sind und Leitungsverantwortung übernehmen, als dies in Agrarstatistik und Förderdateien sichtbar wird. Formale und tatsächliche Betriebsleitung können dabei voneinander abweichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Quelle:</em> „Frauen als Unternehmerinnen im ländlichen Raum“: <a href="https://www.stmelf.bayern.de/mam/cms01/agrarpolitik/dateien/frauen_als_unternehmerinnen_endbericht.pdf">https://www.stmelf.bayern.de/mam/cms01/agrarpolitik/dateien/frauen_als_unternehmerinnen_endbericht.pdf</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ergänzend gaben in der Bayerischen Bäuerinnenstudie 2019 50 Prozent der Befragten an, den Betrieb gemeinsam mit ihrem Partner zu leiten. Die Studie ist regional und nicht bundesweit repräsentativ.<br><a href="https://www.msl.mgt.tum.de/mcr/forschung/baeuerinnenstudie-2019/">https://www.msl.mgt.tum.de/mcr/forschung/baeuerinnenstudie-2019/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><sup>[3]</sup></strong><strong> Studie „Frauen.Leben.Landwirtschaft“</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die bundesweite Onlinebefragung mit 7.345 Teilnehmerinnen beruht auf einer Verfügbarkeitsstichprobe, also einer freiwilligen und nicht zufällig ausgewählten Stichprobe, und ist daher nicht repräsentativ. Kleinere Betriebe waren deutlich unterrepräsentiert: Betriebe bis 50 ha machten in der Landwirtschaftszählung 2020 68,4 Prozent aus, unter den Befragten mit Größenangabe jedoch nur 31,1 Prozent.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Quelle:</em> Davier et al. (2023), Thünen Working Paper 207:<br><a href="https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn065997.pdf">https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn065997.pdf</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><sup>[4]</sup></strong><strong> Betriebsgrößen und regionale Unterschiede</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach der Agrarstrukturerhebung 2023 bewirtschafteten rund 169.500 von 251.100 Betrieben mit ausgewiesener landwirtschaftlich genutzter Fläche weniger als 50 ha, entsprechend rund 67,5 Prozent. Zugleich bestehen erhebliche regionale Unterschiede bei Betriebsgrößen und Unternehmensstrukturen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Quellen:</em> Statistisches Bundesamt:<br><a href="https://genesis.destatis.de/datenbank/online/statistic/411%2A/table/41141-0002">https://genesis.destatis.de/datenbank/online/statistic/411%2A/table/41141-0002</a><br><a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Landwirtschaft-Forstwirtschaft-Fischerei/Landwirtschaftliche-Betriebe/Tabellen/oekologischer-landbau-bundeslaender.html">https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Landwirtschaft-Forstwirtschaft-Fischerei/Landwirtschaftliche-Betriebe/Tabellen/oekologischer-landbau-bundeslaender.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><sup>[5]</sup></strong><strong> Hofnachfolge</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2020 waren 17,8 Prozent der vorgesehenen Hofnachfolgenden in landwirtschaftlichen Einzelunternehmen weiblich. Gegenüber 2010 stieg der Anteil um rund vier Prozentpunkte; zugleich bestehen deutliche regionale Unterschiede.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Quelle:</em> BMLEH, „Hofnachfolge“:<br><a href="https://bmel-statistik.de/landwirtschaft/gleichstellung-in-der-landwirtschaft/hofnachfolge">https://bmel-statistik.de/landwirtschaft/gleichstellung-in-der-landwirtschaft/hofnachfolge</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><sup>[6]</sup></strong><strong> Soziale und wirtschaftliche Absicherung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mehrere Untersuchungen weisen auf Risiken bei Altersvorsorge sowie bei der finanziellen Absicherung im Fall von Trennung, Scheidung oder Tod hin. In der Bayerischen Bäuerinnenstudie 2019 sahen sich beispielsweise 35 Prozent der Befragten für den Fall einer Trennung finanziell nicht ausreichend abgesichert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Quellen:</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Davier et al. (2023), Thünen Working Paper 207: <a href="https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn065997.pdf">https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn065997.pdf</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bayerische Bäuerinnenstudie 2019: <a href="https://www.msl.mgt.tum.de/mcr/forschung/baeuerinnenstudie-2019/">https://www.msl.mgt.tum.de/mcr/forschung/baeuerinnenstudie-2019/</a></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Situation von Frauen in der Landwirtschaft lässt sich nicht anhand einer einzelnen statistischen Kennzahl beschreiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Amtliche Daten zeigen eindeutig, dass Frauen bei formaler Betriebsleitung und Hofnachfolge weiterhin deutlich seltener vertreten sind. Gleichzeitig bildet die statistische Kategorie „Betriebsleitung“ insbesondere in Familienunternehmen nicht zwingend ab, wer tatsächlich unternehmerische Entscheidungen trifft oder einzelne Betriebsbereiche verantwortet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mehrere Untersuchungen weisen darauf hin, dass Frauen wesentlich häufiger in Entscheidungsprozesse und Leitungsaufgaben eingebunden sind, als es der Anteil formal weiblicher Betriebsleitungen vermuten lässt. Gleichzeitig zeigen diese Untersuchungen, dass auch die umgekehrte Situation vorkommen kann: Eine Person kann formal als Betriebsleitung geführt werden, ohne sämtliche tatsächlichen Leitungsentscheidungen zu treffen.<sup>[2]</sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die vom Bundesverband bereits herangezogene Studie „Frauen.Leben.Landwirtschaft“ liefert hierzu wichtige Erkenntnisse, ihre quantitative Befragung ist jedoch nicht repräsentativ. Es handelt sich um eine Verfügbarkeitsstichprobe, bei der die Teilnehmerinnen nicht zufällig aus der gesamten Grundgesamtheit ausgewählt wurden. Zudem waren kleinere Betriebe deutlich unterrepräsentiert.<sup>[3]</sup> Gerade vor dem Hintergrund der sehr unterschiedlichen Betriebsgrößen und Agrarstrukturen in Deutschland sollten ihre Prozentwerte deshalb nicht unmittelbar auf alle Frauen in der deutschen Landwirtschaft übertragen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die vorhandenen Daten sprechen insgesamt weder dafür, fortbestehende Unterschiede zu ignorieren, noch dafür, aus formalen Betriebsleitungszahlen unmittelbar auf die tatsächliche innerbetriebliche Aufgaben- und Entscheidungsverteilung zu schließen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Besonderer Handlungsbedarf besteht bei der sozialen und wirtschaftlichen Absicherung. Tatsächliche Mitarbeit und Verantwortung führen nicht automatisch zu Eigentumsrechten, eigenen Rentenansprüchen oder einer ausreichenden Absicherung bei Alter, Krankheit, Trennung, Scheidung oder Tod. Verschiedene Untersuchungen weisen unabhängig voneinander auf entsprechende Risiken hin.<sup>[6]</sup></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aus Sicht der KLJB sollte deshalb nicht allein entscheidend sein, welches Geschlecht formal als Betriebsleitung eingetragen ist. Entscheidend ist, ob Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht Verantwortung übernehmen können und ob diese Verantwortung mit angemessener Beteiligung sowie rechtlicher, wirtschaftlicher und sozialer Absicherung einhergeht.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 11 Oct 2026 18:45:50 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>8.4. Parteiverbotsverfahren gegen die AfD - jetzt!</title>
                        <link>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/motion/292</link>
                        <author>Bundesvorstand</author>
                        <guid>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/motion/292</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB fordern wir die zuständigen politischen und staatlichen Stellen – namentlich Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat – dazu auf, ein Verfahren zur Prüfung eines Verbots der rechtsextremistischen Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) gemäß Artikel 21 Absatz 2 Grundgesetz und §§ 43 ff. BVerfGG einzuleiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die AfD betreibt eine menschen- und demokratiefeindliche Politik, deren Ziele die freiheitliche demokratische Grundordnung beeinträchtigen und die mit dem christlichen Menschenbild und dem Glauben an die unantastbare Würde eines jedes Menschen unvereinbar sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der KLJB-Bundesvorstand wird beauftragt, sich in der politischen Interessensvertretung zu Bundes- und Landesregierungen, demokratischen Parteien und Politiker*innen sowie innerhalb des BDKJs und anderer Netzwerk- und Bündnispartner*innen für die Einleitung der Prüfung eines AfD-Parteiverbotsverfahrens einzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit dieser Forderung erweitern wir unseren Beschluss der KLJB-Bundesversammlung 2024 <em>„Klare Kante gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus! Wir stehen für eine offene und pluralistische Gesellschaft ein.</em>“<a href="#_ftn1">[1]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> Vgl.: Beschluss der KLJB-Bundesversammlung 2024: „Klare Kante gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus! Wir stehen für eine offene und pluralistische Gesellschaft ein.“ Auf: <a href="https://www.kljb.org/wp-content/uploads/2025/08/BV-2024-Beschluss-Nr.-4-Klare-Kante-neu.pdf">https://www.kljb.org/wp-content/uploads/2025/08/BV-2024-Beschluss-Nr.-4-Klare-Kante-neu.pdf</a> (Stand: 25.09.2026)</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Unser Beschluss der KLJB-Bundesversammlung 2024 <em>„Klare Kante gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus!“ </em>macht unsere KLJB-Haltung gegenüber Rechtspopulismus und Rechtsextremismus deutlich. Angesichts der weiter zunehmenden Radikalisierung der AfD in den vergangenen Jahren sowie mit Blick auf die jüngsten Wahlerfolge der AfD, die dazu führen, dass einer rechtsextremistischen Partei immer mehr politische Macht und Entscheidungsgewalt zufallen, stellt diese Partei eine akute Bedrohung für die freiheitlich demokratische Grundordnung dar. Aus diesem Grund sehen wir die Einleitung eines AfD-Verbotsverfahrens für dringend gefordert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bereits mehrere AfD-Landesverbände werden von den jeweiligen Landesämtern für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Die Gesamtpartei wird zudem als rechtsextremistischer Verdachtsfall geführt.<a href="#_ftn1">[1]</a> Besonders betroffen von der menschenfeindlichen Politik der AfD sind unter anderem Menschen mit Migrationsgeschichte, muslimische und jüdische Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie queere Menschen. Damit sind auch viele unserer eigenen Mitglieder von der Politik der AfD bedroht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aktuell wird im politischen Diskurs intensiv über ein mögliches AfD-Verbotsverfahren diskutiert, wobei es Unterstützer*innen innerhalb aller großen demokratischen Parteien gibt. Diese Bestrebungen möchten wir bestärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Innerhalb des BDKJ<a href="#_ftn2">[2]</a> und des DBJR<a href="#_ftn3">[3]</a> wurden bereits klare Beschlüsse zu diesem Verfahren getroffen, die wir mit unserem eigenen Beschluss unterstützen möchten. Der BDKJ-Beschluss dient dabei auch als Textgrundlage für den vorliegenden Antrag.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Anhang:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong><span class="underline">Relevante Paragrafen:</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Artikel 21 Absatz 2 Grundgesetz</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(2) Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind verfassungswidrig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>____</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Gesetz über das Bundesverfassungsgericht (Bundesverfassungsgerichtsgesetz - BVerfGG) § 43 </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(1) Der Antrag auf Entscheidung, ob eine Partei verfassungswidrig (Artikel 21 Absatz 2 des Grundgesetzes) oder von staatlicher Finanzierung ausgeschlossen ist (Artikel 21 Absatz 3 des Grundgesetzes), kann von dem Bundestag, dem Bundesrat oder von der Bundesregierung gestellt werden. Der Antrag auf Entscheidung über den Ausschluss von staatlicher Finanzierung kann hilfsweise zu einem Antrag auf Entscheidung, ob eine Partei verfassungswidrig ist, gestellt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(2) Eine Landesregierung kann den Antrag nur gegen eine Partei stellen, deren Organisation sich auf das Gebiet ihres Landes beschränkt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>[…]</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>____</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Gesetz über das Bundesverfassungsgericht (Bundesverfassungsgerichtsgesetz - BVerfGG) § 46 </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(1) Erweist sich der Antrag auf Entscheidung gemäß Artikel 21 Absatz 2 des Grundgesetzes als begründet, so stellt das Bundesverfassungsgericht fest, daß die politische Partei verfassungswidrig ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(2) Die Feststellung kann auf einen rechtlich oder organisatorisch selbständigen Teil einer Partei beschränkt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(3) Mit der Feststellung ist die Auflösung der Partei oder des selbständigen Teiles der Partei und das Verbot, eine Ersatzorganisation zu schaffen, zu verbinden. Das Bundesverfassungsgericht kann in diesem Fall außerdem die Einziehung des Vermögens der Partei oder des selbständigen Teiles der Partei zugunsten des Bundes oder des Landes zu gemeinnützigen Zwecken aussprechen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> Eine 2025 erfolgte Hochstufung des Bundesamtes für Verfassungsschutz zu &quot;gesichert rechtsextremistisch&quot; ist zwar vorläufig ausgesetzt, wird derzeit aber juristisch geprüft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Beschluss der BDKJ-Hauptversammlung 2025: „Verbotsverfahren gegen die gesichert rechtsextreme AfD - jetzt!“ Auf: <a href="https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/Dokumente/Beschluesse/3/3.110__Verbotsverfahren_gegen_die_gesichert_rechtsextreme_AfD_-_Jetzt_.pdf">https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/Dokumente/Beschluesse/3/3.110__Verbotsverfahren_gegen_die_gesichert_rechtsextreme_AfD_-_Jetzt_.pdf</a> (Stand: 25.09.2026).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref3">[3]</a> Beschluss des DBJR-Hauptausschusses im Juni 2024: „AfD-Parteiverbotsverfahren jetzt!“ Auf: <a href="https://www.dbjr.de/artikel/afd-parteiverbotsverfahren-jetzt">https://www.dbjr.de/artikel/afd-parteiverbotsverfahren-jetzt</a> (Stand: 25.09.2026).</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 01 Oct 2026 14:26:33 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>8.3: GAP nach 2027: Zukunft für Landwirtschaft und ländliche Räume </title>
                        <link>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/gap-nach-2027-zukunft-fur-landwirtschaft-und-landliche-raume-36275</link>
                        <author>Bundesvorstand</author>
                        <guid>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/gap-nach-2027-zukunft-fur-landwirtschaft-und-landliche-raume-36275</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Gesetzgebungsverfahren zur nächsten Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf EU-Ebene wird voraussichtlich bis Mitte 2027 andauern. Unabhängig davon hat in Deutschland bereits die Debatte darüber begonnen, wie die Vorschläge der Europäischen Kommission für die Ausgestaltung der GAP ab 2028 national umgesetzt werden sollen. Daher ist es uns als KLJB wichtig, unsere Positionen in die aktuelle Diskussion einzubringen und bereits formulierte Forderungen zu bekräftigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB fordern wir die Verhandler*innen der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und des Rates der Europäischen Union sowie die Bundesregierung und die Landesregierungen auf, die Gemeinsame Agrarpolitik nach 2027 sowie die Ausgestaltung der Nationalen und Regionalen Partnerschaftspläne (NRPP) konsequent an den Zukunftsperspektiven junger Menschen, einer vielfältigen und zukunftsfähigen Landwirtschaft sowie lebendigen Ländlichen Räumen auszurichten. Eine zukunftsfähige Landwirtschaft kann nur im Zusammenspiel mit der Entwicklung Ländlicher Räume gedacht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Landwirtschaft zukunftsfähig gestalten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die aktuellen Herausforderungen für die Landwirtschaft machen deutlich, dass es für eine zukunftsfähige Entwicklung grundlegender Veränderungen bedarf. Als Jugendverband sehen wir darin die Chance, die Rahmenbedingungen der Landwirtschaft von morgen aktiv mitzugestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Generationenwechsel und Geschlechtergerechtigkeit </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Generationenwechsel ist angesichts der zunehmenden Überalterung in der Landwirtschaft und vieler ungeklärter Hofnachfolgen eine zentrale Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe in der Europäischen Union und in Deutschland.<a href="#_ftn1">[1]</a> Eine stärkere Berücksichtigung von Geschlechtergerechtigkeit ist dabei unerlässlich, denn Frauen sind als Betriebsleiterinnen bislang deutlich unterrepräsentiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB fordern wir deshalb:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mindestens 6% der GAP-Mittel für den Generationenwechsel und die gezielte, langfristige und bürokratiearme Förderung von Junglandwirt*innen und Existenzgründer*innen.<a href="#_ftn2">[2]</a></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Insbesondere kleine und mittlere familiengeführte sowie vielfältig strukturierte landwirtschaftliche Betriebe angemessen zu stärken.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die gezielte und breite Förderung von Frauen, trans und genderqueeren Menschen in der Landwirtschaft zum Abbau struktureller Benachteiligungen. Wir begrüßen die bereits bestehende Berücksichtigung von Betriebsleiterinnen im Vorschlag der Europäischen Kommission.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB stehen wir für den Grundsatz „Öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen“. Landwirtschaftliche Betriebe, die zum Schutz von Klima, Biodiversität, Boden, Wasser und Tieren beitragen, erbringen Leistungen für die gesamte Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB fordern wir deshalb:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>ein verbindliches und eigenständiges Mindestbudget für Agrarumwelt-, Klima-, Biodiversitäts- und Tierschutzmaßnahmen, welches das Mindestbudget der GAP-Förderperiode bis 2027 nicht unterschreiten darf.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>EU-weite, ambitionierte Mindeststandards für die zuvor genannten Agrar- und Umweltmaßnahmen, die aus EU-Mitteln finanziert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Honorierung gesellschaftlicher Leistungen über einen reinen Ausgleich von Mehraufwand oder Einkommensverlusten hinaus und die Schaffung eines echten wirtschaftlichen Anreizes für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Landwirtschaft.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB fordern wir darüber hinaus:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Eine wirksame Reform der Gemeinsamen Marktordnung, um die Marktstellung von Landwirt*innen nachhaltig zu stärken. Verbesserungen in der Förderpolitik allein reichen nicht aus.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ländliche Räume als Zukunftsorte stärken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Förderung der Ländlichen Entwicklung muss auch nach 2027 als eigenständiger und finanziell ausreichend ausgestatteter Bestandteil der GAP erhalten bleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Damit ländliche Regionen auch künftig attraktive Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsstandorte bleiben, bedarf es einer verlässlichen Unterstützung durch die Europäische Union und die Mitgliedstaaten. Europäische Fördermittel ermöglichen Investitionen in Infrastruktur, Daseinsvorsorge, Bildung, Beratung, Kooperationen, Innovationen sowie Maßnahmen des Natur- und Umweltschutzes. Sie stärken regionale Wertschöpfungsketten, schaffen Perspektiven für junge Menschen und fördern die aktive Beteiligung der Bevölkerung an der Entwicklung ihrer Regionen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als KLJB fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den dauerhaften Erhalt und die ausreichende finanzielle Ausstattung der europäischen Fördermittel für die Ländliche Entwicklung. Die Förderinstrumente müssen langfristig verlässlich, planungssicher und praxisnah ausgestaltet werden, damit sie ihre Wirkung nachhaltig entfalten und den Ländlichen Räumen notwendige Entwicklungsperspektiven bieten können.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ländliche Entwicklung muss in allen EU-Mitgliedstaaten verbindlich verankert und darf nicht dem freiwilligen Engagement einzelner Staaten überlassen werden. Die Mittel dazu müssen gezielt und zweckgebunden für die Entwicklung Ländlicher Räume eingesetzt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>dass die Ausgestaltung der Kofinanzierung nicht dazu führen darf, dass bewährte Maßnahmen, wie z.B. LEADER reduziert oder Förderangebote eingestellt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>von der Bundesregierung, den von der Europäischen Kommission geforderten partizipativen Ansatz in der Erarbeitung und Umsetzung der Nationalen und Regionalen Partnerschaftspläne (NRPP) umzusetzen und Partner*innen in der Ländlichen Entwicklung mit einzubeziehen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Fehlende Zukunftsperspektiven, insbesondere für junge Menschen, der Abbau von Infrastruktur und der Verlust von Gestaltungsmöglichkeiten durch die Kürzung von Förderinstrumenten verstärken gesellschaftliche Spaltungen und schwächen das Vertrauen in demokratische Institutionen. Eine starke Förderung der Ländlichen Entwicklung ist daher nicht nur eine Investition in die wirtschaftliche und ökologische Zukunft Ländlicher Räume, sondern auch in den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die demokratische Resilienz Europas.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Eine GAP, die Zukunft ermöglicht</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Zukunft der Landwirtschaft und die Zukunft der Ländlichen Räume sind für uns als KLJB untrennbar miteinander verbunden. Die GAP nach 2027 muss deshalb junge Menschen in den Mittelpunkt stellen und ihnen echte Perspektiven eröffnen. Sie muss eine vielfältige sowie jugend- und geschlechtergerechte Landwirtschaft fördern, die ökonomisch tragfähig ist und gleichzeitig Verantwortung für Klima, Umwelt, Tiere und Gesellschaft übernimmt. Gleichzeitig muss sie dazu beitragen, dass Ländliche Räume lebendige Orte bleiben, in denen junge Menschen gerne leben, arbeiten und sich engagieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a><a href="https://www.topagrar.com/betriebsleitung/news/jeder-dritte-hofbesitzer-in-der-eu-ist-uber-65-jahre-alt-20010529.html">https://www.topagrar.com/betriebsleitung/news/jeder-dritte-hofbesitzer-in-der-eu-ist-uber-65-jahre-alt-20010529.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Ausführlich dazu unsere gemeinsame Stellungnahme „Junge Landwirtschaft sichern!“ (2026). Online verfügbar unter: <a href="https://www.kljb.org/deutsche-jugendverbaende-fordern-festes-budget-und-zielgenaue-foerderung-fuer-junglandwirtinnen/">https://www.kljb.org/deutsche-jugendverbaende-fordern-festes-budget-und-zielgenaue-foerderung-fuer-junglandwirtinnen/</a></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 01 Oct 2026 14:24:49 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>8.2: Nicht nur ackern, auch entscheiden - Geschlechtergerechtigkeit in der Landwirtschaft stärken</title>
                        <link>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/nicht-nur-ackern-auch-entscheiden-geschlechtergerechtigkeit-in-der-45688</link>
                        <author>Bundesvorstand, KLJB Antragsverwaltung</author>
                        <guid>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/nicht-nur-ackern-auch-entscheiden-geschlechtergerechtigkeit-in-der-45688</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frauen<a href="#_ftn1">[1]</a> leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Landwirtschaft und das Leben in Ländlichen Räumen. Sie führen Betriebe, übernehmen Verantwortung in Familienunternehmen, arbeiten als Arbeitnehmerinnen oder Saisonarbeitskräfte, engagieren sich ehrenamtlich und tragen einen erheblichen Anteil der Sorgearbeit. Dennoch bleiben ihre Leistungen häufig unsichtbar oder werden rechtlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich nicht ausreichend anerkannt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Noch immer werden rund neun von zehn landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland von Männern geführt. Frauen sind deutlich seltener Eigentümerinnen oder Betriebsleiterinnen und verfügen häufig nicht über eine eigenständige soziale und rechtliche Absicherung. Gleichzeitig übernehmen sie einen überproportional großen Anteil an unbezahlter Care-Arbeit.<a href="#_ftn2"><em><strong>[2]</strong></em></a> Die Lebens- und Arbeitsrealitäten von trans und genderqueeren Menschen in der Landwirtschaft sind dabei bislang kaum sichtbar und müssen deshalb ebenfalls berücksichtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die KLJB setzt sich für die gleichberechtigte Teilhabe aller Frauen in ihrer Vielfalt in der Landwirtschaft und in Ländlichen Räumen ein. Geschlechtergerechtigkeit, Chancengleichheit und Selbstbestimmung sind unverzichtbare Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und lebendige Ländliche Räume.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die KLJB fordert über das aktuell laufende Internationale Jahr der Landwirtin der Vereinten Nationen hinaus, die Politik, landwirtschaftliche Verbände und gesellschaftliche Akteur*innen auf, geschlechtsbezogene strukturelle Benachteiligungenkonsequent abzubauen. Insbesondere fordert die KLJB:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>den gleichberechtigten Zugang zu Eigentum, Betriebsübernahmen und Leitungspositionen sowie den Abbau bestehender struktureller Hürden,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>eine eigenständige und geschlechtergerechte soziale und rechtliche Absicherung aller in der Landwirtschaft tätigen Menschen, insbesondere von Frauen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>die gesellschaftliche, rechtliche, wirtschaftliche und soziale Anerkennung von Care-Arbeit sowie ehrenamtlichen Engagements.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>die konsequente Umsetzung von Lohngerechtigkeit sowie faire Erzeuger*innenpreise als Grundlage gerechter Arbeitsbedingungen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li>sichere, diskriminierungsfreie und gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten in der Landwirtschaft,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li>strukturelle Veränderungen hin zu einer gleichberechtigten Repräsentation und wirksamen Mitentscheidungen von Frauen in agrarpolitischen Gremien, Verbänden und Entscheidungsprozessen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li>die Verankerung und Umsetzung von Geschlechtergerechtigkeit in Ausbildung, Forschung, Beratung und Agrarstatistik,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li>die nachhaltige Stärkung Ländlicher Räume und gleichwertiger Lebensverhältnisse, um eine ausreichende Daseinsvorsorge und Demokratiestärkung zu gewährleisten.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die KLJB verpflichtet sich zudem, diese Ziele in ihrer eigenen politischen und gesellschaftlichen Arbeit, und Interessenvertretung auch nach dem Jahr 2026 sichtbar zu machen und sich gemeinsam mit Bündnispartner*innen für deren Umsetzung einzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> Der Antrag stellt anlässlich des Internationalen Jahres der Landwirtin Frauen in den Mittelpunkt. Geschlechtergerechtigkeit umfasst darüber hinaus auch die Anliegen von trans und genderqueeren Menschen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Pieper, J.L. et al. (2023). Die Lebens- und Arbeitssituation von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland – soziologische Befunde. Georg-August-Universität Göttingen, 2023. Forschungsbericht. doi: 10.47952/gro-publ-125;Davier, Z. et al. (2023): Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland – Leben und Arbeit, Herausforderungen und Wünsche Befragungsergebnisse von über 7.000 Frauen. Thünen Working Paper 207. März 2023, thuenen.de.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn065997.pdf">https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn065997.pdf</a></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Geschlechtergerechtigkeit ist keine individuelle Frage einzelner Lebensentscheidungen, sondern hängt wesentlich von politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Strukturelle Benachteiligungen müssen deshalb aktiv abgebaut werden. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass weltweit Fortschritte bei Gleichstellung und Selbstbestimmung zunehmend unter Druck geraten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als katholischer Jugendverband setzt sich die KLJB für die Würde aller Menschen und für gleichberechtigte Teilhabe ein. Dazu gehören ausdrücklich Frauen in ihrer Vielfalt sowie trans und genderqueere Menschen, die vielfach vergleichbare Diskriminierungserfahrungen machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Eine nachhaltige Landwirtschaft braucht vielfältige Perspektiven und gerechte Beteiligung. Geschlechtergerechtigkeit stärkt nicht nur die Situation einzelner Menschen, sondern trägt zur Zukunftsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe, zur Resilienz Ländlicher Räume und zu einer demokratischen Gesellschaft bei. Mit diesem Antrag bekräftigt die KLJB ihren Einsatz für eine Landwirtschaft, in der alle Menschen nicht nur mitarbeiten, sondern gleichermaßen mitentscheiden können.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 01 Oct 2026 14:21:49 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>8.1. : Tagesordnung der Bundesversammlung 2027</title>
                        <link>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/motion/289</link>
                        <author>Bundesvorstand</author>
                        <guid>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/motion/289</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 1 Regularien</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 2 Bericht des Bundesvorstands</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 3 Berichte</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.1 Bundesarbeitskreise</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.2 Akademie Junges Land e.V.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.3 Landjugendverlag GmbH</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.4 Stiftung Junges Land</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.5 MIJARC Welt</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.6 MIJARC Europa</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.7 BDKJ</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.8.KLJB Queer</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 4 Anträge</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 5 Wahlen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.1 Wahl zum Bundesvorstand</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.2. Nachwahl BAK Internationale Entwicklung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.3. Wahl BAK Umwelt</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.4 Wahl BAK Pastoral auf dem Land</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.5 Wahl zum Wahlausschuss</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.6 Wahl zur Mitgliederversammlung der Akademie Junges Land</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.7 Wahl zum Kuratorium der Stiftung Junges Land</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.8 Wahl zur Satzungskommission</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.9 Wahl zum Vorsitz der Bundesschiedsstelle</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.10 Wahl einer Delegation zur BDKJ-Hauptversammlung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.11 Wahl einer Delegation zur MIJARC-Europaversammlung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 6 Studienteil</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 7 BDKJ Aufarbeitungsstudie</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 8 Verschiedenes</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 01 Oct 2026 14:17:16 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>InitiativA1: Transparenz über die Beteiligung der KLJB an den Weltklimakonferenzen COP</title>
                        <link>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/motion/288</link>
                        <author>Dirk Buddenbrock (KLJB Nordrhein-Westfalen)</author>
                        <guid>https://antragsgruen.kljb.org/web/hba2026/motion/288</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Herbstbundesausschuss möge beschließen:</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der KLJB-Bundesvorstand wird beauftragt, spätestens dem Herbst-Bundesausschuss 2027 eine schriftliche Darstellung über die Beteiligung der KLJB Deutschlands an den Weltklimakonferenzen (COPs) vorzulegen. Die Darstellung soll den Mitgliedsverbänden rechtzeitig vor dem entsprechenden Bundesausschuss zur Verfügung gestellt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Darstellung soll insbesondere folgende Fragen beantworten:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Seit wann nimmt die KLJB an den Weltklimakonferenzen teil und wie ist es zu dieser Beteiligung gekommen?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Welchen offiziellen Status hat die KLJB bei den Weltklimakonferenzen und welche Möglichkeiten ergeben sich daraus für den Verband?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Welche Ziele verfolgt die KLJB mit ihrer Teilnahme?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wie bringt sich die KLJB vor Ort konkret ein? Welche Veranstaltungen, Gespräche, Aktionen oder sonstigen Aktivitäten werden durchgeführt oder begleitet?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Welche politischen Positionen und Forderungen bringt die KLJB bei den Weltklimakonferenzen ein?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mit welchen anderen Verbänden, Organisationen und Netzwerken arbeitet die KLJB dort zusammen?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Welche konkreten Ergebnisse konnten durch die bisherige Teilnahme erreicht werden und wie fließen diese anschließend in die Arbeit der KLJB ein?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Welchen Nutzen hat die Teilnahme für die KLJB als Gesamtverband und insbesondere für die Diözesan- und Landesverbände sowie die Mitglieder vor Ort?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wie werden die Erfahrungen und Ergebnisse der Weltklimakonferenzen bisher in den Verband und dessen Strukturen zurückgetragen?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Welche Kosten entstehen der KLJB durch die Teilnahme? Wie setzen sich diese Kosten zusammen und aus welchen Mitteln werden sie finanziert?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wie viele haupt- und ehrenamtliche Vertreterinnen der KLJB nehmen in der Regel teil und nach welchen Kriterien werden die Teilnehmerinnen ausgewählt?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wie bewertet der Bundesvorstand die bisherige Beteiligung und welche Ziele verfolgt er mit der zukünftigen Teilnahme der KLJB an den Weltklimakonferenzen?</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die KLJB ist seit mehreren Jahren bei den Weltklimakonferenzen vertreten. Damit sind für den Verband sowohl der Einsatz finanzieller Mittel als auch haupt- und ehrenamtlicher Ressourcen verbunden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gleichzeitig ist für viele Mitglieder nicht unmittelbar ersichtlich, welche Aufgaben die KLJB bei den Weltklimakonferenzen übernimmt, welche Einflussmöglichkeiten mit der Teilnahme verbunden sind und welchen konkreten Mehrwert diese Arbeit für die KLJB und ihre Mitglieder hat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit dem Antrag soll die Teilnahme an den Weltklimakonferenzen ausdrücklich nicht vorweg bewertet oder grundsätzlich infrage gestellt werden. Vielmehr soll eine gemeinsame Informationsgrundlage geschaffen werden, auf deren Basis die Mitgliedsverbände die internationale Klimaarbeit der KLJB nachvollziehen und bewerten können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gerade bei einer regelmäßig stattfindenden internationalen Beteiligung, die finanzielle und personelle Ressourcen des Verbandes bindet, sollten Ziele, Aufwand und Nutzen innerhalb des Verbandes transparent sein. Dazu gehört auch die Frage, wie die vor Ort gewonnenen Erfahrungen, Kontakte und politischen Erkenntnisse anschließend für die Arbeit auf Bundes-, Landes-, Diözesan- und Ortsebene nutzbar gemacht werden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die schriftliche Darstellung soll deshalb dazu beitragen, die Arbeit der KLJB bei den Weltklimakonferenzen für die Mitglieder verständlicher und nachvollziehbarer zu machen und eine Grundlage für die weitere Diskussion über die zukünftige Beteiligung und dessen Umfang zu schaffen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 30 Sep 2026 21:19:31 +0200</pubDate>
                    </item></channel></rss>