Der Antrag belegt die strukturellen Benachteiligungen von Frauen in der Landwirtschaft anhand konkreter Daten und Beispiele. Für trans und genderqueere Menschen werden dagegen weder spezifische Problemlagen noch entsprechende empirische Belege benannt. Die Aussage, dass diese „vielfach vergleichbare Diskriminierungserfahrungen“ machen, bleibt daher zu pauschal.
Die strukturellen Herausforderungen von Frauen in der Landwirtschaft, etwa bei Betriebsnachfolge, Eigentum, sozialer Absicherung oder traditionellen Rollenverteilungen, sind nicht ohne Weiteres mit den Diskriminierungserfahrungen trans und genderqueerer Menschen im landwirtschaftlichen Arbeits- und Lebensumfeld gleichzusetzen.
Beide Perspektiven können und sollen politisch berücksichtigt werden. Um unterschiedlichen Lebensrealitäten gerecht zu werden, sollten sie jedoch differenziert benannt und nicht ohne nähere Begründung unter denselben strukturellen Problemlagen zusammengefasst werden.

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